Druckluft Leckagemenge ermitteln: Wie teuer undichte Druckluftsysteme wirklich sind
Leckagemenge durch Druckbehälter-Entleerung bestimmen
Eine einfache Möglichkeit, Druckluft-Leckagen im System zu bestimmen, ist die Messung über die Druckbehälter-Entleerung. Diese Methode liefert eine sehr gute Näherung für die tatsächliche Leckagerate im Druckluftnetz.
Besonders gut eignet sich diese Messung in Zeiten, in denen die Produktion stillsteht – zum Beispiel am Wochenende oder nach Feierabend, wenn keine Druckluftverbraucher aktiv sind.
Vorgehensweise zur Leckagebestimmung
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Druckluftanlage abschaltenZunächst wird die Druckluftanlage vollständig abgeschaltet, sodass keine Druckluft mehr vom Kompressor nachgeliefert wird.
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Netzdruck ablesenDirekt nach dem Abschalten wird der aktuelle Netzdruck am Manometer des Druckluftbehälters abgelesen.
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Druckabfall beobachtenAnschließend wird beobachtet, wie lange es dauert, bis der Druck im System beispielsweise um 1 bar abgesunken ist.Während dieser Zeit darf keine Druckluft entnommen werden.
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Zeit messenDie Zeit, die für den Druckabfall benötigt wird, wird in Sekunden gemessen.
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Systemvolumen bestimmenFür die Berechnung muss das gesamte Druckluftvolumen des Systems bekannt sein:
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Volumen des Druckluftbehälters
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zusätzliches Volumen des Rohrleitungsnetzes
Beide Werte werden zum Gesamtvolumen des Systems addiert. -
Berechnung der Leckagerate
Die Leckagemenge kann anschließend näherungsweise berechnet werden.
Dazu wird das Gesamtvolumen des Systems durch die gemessene Zeit in Sekunden geteilt.
Um die Leckagerate pro Stunde zu erhalten, wird das Ergebnis anschließend mit 3600 Sekunden multipliziert.
Das Ergebnis liefert eine gute Näherung der Leckageleistung pro Stunde.
Beispielhafte Berechnung
Angenommen:
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Druckbehälter + Rohrleitungsnetz = 12 m³ Volumen
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Druckabfall von 1 bar in 600 Sekunden
Berechnung:
12 m³ ÷ 600 s = 0,02 m³/s
0,02 × 3600 = 72 m³/h Leckage
Das bedeutet:
Das Druckluftsystem verliert 72 Kubikmeter Druckluft pro Stunde, ohne dass ein Verbraucher aktiv ist.
Vorteil dieser Methode
Diese einfache Messmethode hat mehrere Vorteile:
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schnelle Durchführung
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keine speziellen Messgeräte notwendig
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gute Abschätzung der tatsächlichen Leckageverluste
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ideal zur ersten Bewertung eines Druckluftsystems
Für eine detaillierte Analyse können anschließend Ultraschall-Leckageortungen eingesetzt werden, um die einzelnen Leckstellen gezielt zu lokalisieren.