Teststrecke oder Datenblatt
Teststrecke oder Datenblatt wo wird mehr getrickst? "Falsche Leistungsdaten können jährlich tausende Euro kosten."
Teststrecke oder Datenblatt wo wird mehr getrickst?
Beim Auto weiß heute jeder: Verbrauchswerte entstehen unter perfekten
Testbedingungen.
Beim Kompressor ist es ähnlich. Nur fällt es kaum jemandem auf.
Und das kann teuer werden.
Ein Kompressor läuft häufig: • 8 Stunden • 16 Stunden • oder
sogar 24 Stunden täglich
Schon kleine Unterschiede bei Leistungsdaten können dadurch jährlich
tausende Euro Energiekosten verursachen.
Der Grund:
Viele Datenblätter betrachten nicht die komplette
Maschine, sondern nur einzelne Teile des Systems.
Hier sind 5 Punkte, auf die man achten sollte.
1.) Leistung = oft nur der Verdichtungsprozess
In vielen Datenblättern wird nur die Wellenleistung des
Verdichters angegeben.
Damit wird lediglich der Verdichtungsprozess betrachtet.
Die entscheidende Frage bleibt oft offen:
Wie viel elektrische Leistung benötigt die komplette
Maschine?
2.) Fehlende Komponenten verschieben den Energiebedarf
Bauteile wie z. B. ein Wasserabscheider sind nicht
immer im Kompressor integriert.
In der Praxis muss der Betreiber diese Komponenten extern
installieren.
Das führt zu:
• zusätzlicher Rohrleitung • zusätzlichem Druckverlust •
zusätzlichem Energiebedarf
-> mehr Energieverbrauch
3.) Liefermengen sind kaum überprüfbar
Liefermengen werden unter Normbedingungen angegeben:
• 1.013 mbar • 20 °C Ansaugtemperatur • 0 % relative
Luftfeuchtigkeit
Diese Bedingungen gibt es in der Praxis praktisch nie.
Und:
Die tatsächliche Liefermenge eines Kompressors lässt sich im
Betrieb nur sehr schwer nachmessen.
4.) Drehzahlregelung ist nicht immer stufenlos
Drehzahlgeregelte Kompressoren gelten als besonders
effizient.
In der Praxis können jedoch auftreten:
• mechanische Resonanzen • Schwingungen in bestimmten
Drehzahlbereichen
Diese Bereiche werden dann übersprungen.
Die Folge:
- keine
echte stufenlose Regelung
- eher
stufenweiser Betrieb
Viele Maschinen besitzen außerdem nur einen kleinen
Regelbereich.
Außerhalb davon arbeiten sie wieder wie klassische Last-/Leerlauf-Kompressoren.
5.) Angebote sind schwer vergleichbar
Viele Unterschiede entstehen nicht durch falsche Angaben.
Sondern durch unterschiedliche Betrachtungsweisen der
Leistungsdaten.
Für Betreiber ist deshalb oft schwer zu erkennen:
Welche Anlage wirklich effizient arbeitet.
Du hast Fragen? wir sind gerne für dich da.